Rackern und Ruhen - und wer mag: Yoga

Berufsalltag hinter sich lassen

Segelmanöver

Die Segel werden mit Muskelkraft gesetzt und eingeholt, der Anker will über eine Tretmühle („Spill“) hochgezerrt werden. Das Schiff muss gesteuert werden. Zu Beginn muss die Ausrüstung aufs Schiff, am Schluss muss alles wieder runter gebracht werden. Doch: Wenn zwei, drei Dutzend Leute auf einem Windjammer zusammenkommen, muss nicht immer jeder ran und das Zeug ist trotzdem schnell erledigt.

 

Easy Going

Es mischen sich Phasen von Aktivität und Nichtstun, von Abenteuer und Erholung. Reisende auf Windjammern gewöhnen sich sooo schnell an einen neuen Rhythmus. Der Tag hat 24 Stunden, davon mag man bequem zehn verschlafen, der Rest ist für Seefahrt, Essen, Trinken, Ruhe, Körperpflege, Schwimmen frei. Es gibt keine Einkäufe zu machen, keine Wäsche zu waschen, keinen Müll rauszutragen. Und: Wir sind offline. Nur in Küstennähe gibt es Netz, in Häfen gar WLan – aber wer will das schon?

 

Und, ja: der Koch braucht jeden Tag drei Leute in der Küche und täglich müssen drei unter Deck putzen.

 

Knotenkurs

Wer in das Handwerk der Seefahrt hereinschauen will, findet bei den Nautikern und Technikern geduldige Gesprächspartner. Regelmäßig werden Knotenkurse abgehalten, man plaudert über Segeltechnik, der Maschinist zeigt Interessenten in versteckten Winkeln die tollsten Aggregate. Es gab gar schon den Fall, da ein Steuermann Anschauungs- Teile seiner Vorlesung „Manöver“ mitbrachte. Die hält er sonst an der Seefahrtsschule vor angehenden Kapitänen. Das können Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben, angucken, besprechen, bestaunen, sie müssen aber nicht. Wer in Ruhe lesen mag oder es schätzt zu plaudern oder aber einfach nur aufs Meer gucken will, kommt auch auf seine Kosten.

 

 

Wer mag, trifft sich am Morgen für anderthalb Stunden an Deck zum Yoga: Ringsum sind nur Geräusche der Natur. Kein Straßenrauschen, kein Geplapper – nur Wellenschlag, Knarren von Segeln, der Ruf der Möwe. Nirgendwo sonst werden Natur, Körper und Geist so vielfältig, unberührt und ursprünglich erfahren.

 

Bild Yoga bei Sonnenaufgang

Yoga-Lehrerin Britta vermittelt Yoga für Menschen jeden Alters, jeder körperlichen Verfassung und jeglicher (Nicht-) Vorkenntnis. Übungen zu Haltung und Bewegung, Konzentration und bewusster Atemführung schulen Körperwahrnehmung und Achtsamkeit gegenüber sich und anderen und bringen Ausgeglichenheit in Körper, Geist und Seele. Der Kurs vermittelt eine umfassende Einführung; die Grundbegriffe und Wirkungsweisen der einzelnen Übungen werden ausführlich erklärt. Mit Blick auf den Sonnenaufgang über dem Meer, dem Rauschen der Wellen im Ohr und einer frischen Brise in der Nase lässt sich innere Ruhe weit besser finden als mit Kerzenschein und Räucherstäbchen.
Wer Yoga nicht mag, schläft länger, hält sich fern, lässt den Yogis ihre Ruhe oder geht still auf der anderen Schiffsseite baden.

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